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swissnuclear Medienmitteilung

Der Stilllegungs- und der Entsorgungsfonds haben im vergangenen Jahr sehr gute Ergebnisse erzielt. Beide Fonds liegen deutlich über den Sollwerten und bestätigen die verantwortungsvolle Finanzierungsstrategie zur langfristigen Sicherstellung der Stilllegungs- und Entsorgungskosten.

Olten, 30.10.2025 – Swissnuclear sowie die Betreiber der Schweizer Kernkraftwerke nehmen den vom Bundesrat genehmigten Jahresbericht 2024 des Stilllegungs- und des Entsorgungsfonds zur Kenntnis und zeigen sich sehr erfreut über die Ergebnisse. Die beiden Fonds verzeichneten im Geschäftsjahr 2024 eine überaus positive Entwicklung und liegen deutlich über den in der Kostenstudie 2021 vermerkten Sollwerten.

 

Sehr gutes Jahresergebnis

Das Gesamtkapital beider Fonds belief sich Ende 2024 auf CHF 9’652 Mia., gegenüber 8’722 Mia. CHF im Vorjahr. Davon entfallen: 

  • CHF 2’987 Mrd. auf den Stilllegungsfonds, dessen Überschuss CHF 211 Mio. und dessen Gewinn CHF 315 Mio. betragen (2023: CHF 2’749 Mia. Kapital, CHF 10 Mio. Überschuss und CHF 169 Mio. Gewinn). 
  • CHF 6’665 Mia. auf den Entsorgungsfonds, der einen Überschuss von CHF 860 Mio. und einen Gewinn von CHF 735 Mio. aufweist (2023: CHF 5’973 Mia. Kapital, CHF 216 Mio. Überschuss, CHF 382 Mio. Gewinn).

 

Hohe Renditen dank Marktentwicklung und Anlagestrategie

Das sehr gute Jahresergebnis ist einer positiven Marktentwicklung und einer verantwortungsvollen Anlagestrategie zu verdanken. Die beiden Fonds konnten 2024 im Vergleich zum Vorjahr gesamthaft betrachtet sehr hohe Renditen verzeichnen:

  • Stilllegungsfonds: 11,31 % (2023: 6,67 %).
  • Entsorgungsfonds: 12,13 % (2023: 6,89 %).

Das starke Jahresergebnis 2024 zeigt, dass die Beitragszahlungen in die beiden Fonds und die gewählte Anlagestrategie eine solide Grundlage für die Finanzierung der Stilllegungs- und Entsorgungskosten bilden.

 

Langfristig positive Entwicklung über dem Sollwert

Die Bilanzsummen des Stilllegungs- und des Entsorgungsfonds liegen Ende 2024 deutlich über den in der Kostenstudie 2021 festgehaltenen Sollbeträgen: Während sich die Fondskapitalien Ende 2024 auf CHF 2’987 Mrd. (Stilllegungsfonds) und CHF 6’665 Mrd. (Entsorgungsfonds) beliefen, betragen die in der Kostenstudie 2021 festgelegten Sollwerte per 31.12. CHF 2’776 Mrd. bzw. CHF 5’805 Mrd. Die Entwicklung der Vermögen der beiden Fonds ist langfristig auf Kurs. Dies bestätigt, dass die Betreiber der Kernkraftwerke ihrer Verantwortung für die Finanzierung von Stilllegung und Entsorgung nach dem Verursacherprinzip gewohnt zuverlässig nachkommen.

 

Für weitere Auskünfte: Kommunikation swissnuclear, medien@swissnuclear.ch.

70 Delegierte aus 25 Ländern diskutierten am 24. und 25. September an einer Konferenz der World Association of Nuclear Operators (WANO) in Zürich über zentrale Branchenthemen und über die bis 2030 zu erreichenden Leistungsziele.

Olten, 29.09.2025 – Am vergangenen Mittwoch und Donnerstag (24. und 25. September) trafen sich in Zürich Führungskräfte von Kernkraftwerken und Energieversorgern aus aller Welt zum sechsten Mal zur Konferenz der Kraftwerksleiter und -direktoren der World Association of Nuclear Operators (WANO). Dabei tauschten sich rund 70 Delegierte aus 25 Ländern sowie Führungskräfte der Schweizer Kernenergiebranche und der WANO über gemeinsame Herausforderungen und Best Practices aus.

Chigusa und Meinecke betonen Verantwortung für Sicherheit und Zuverlässigkeit

Dr. Naoki Chigusa, Chief Executive Officer der WANO, eröffnete zusammen mit Herbert Meinecke, Leiter des Kernkraftwerks Gösgen und WANO Governor für die Schweiz, die Konferenz. In seiner Antrittsrede unterstrich Letzterer die Rolle der Kernenergie im Zusammenhang mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Zudem betonte er die Verantwortung der Anwesenden für den sicheren und zuverlässigen Betrieb ihrer Anlagen. N. Chigusa fokussierte in seiner Ansprache auf die Bedeutung und den Einfluss der anwesenden Führungskräfte auf die Gestaltung von Sicherheitskultur sowie die Einhaltung von Branchenstandards.

Zentrale Themen und Branchenziele bis 2030 im Fokus

Im Rahmen des zweitägigen Anlasses referierten Führungskräfte von Kernkraftwerken und der WANO zu bedeutenden Entwicklungen und Ereignissen der Kernenergiebranche, zur Stärkung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung, zur Wirksamkeit von Führung im Nuklearbereich und zu weiteren Themen. Die Veranstaltung gab insbesondere auch Gelegenheit, einen Blick auf die 2019 verabschiedeten Zielsetzungen zu werfen, die bis 2030 von sämtlichen Mitgliedsanlagen der WANO erreicht werden sollen. Die anwesenden Verantwortlichen hoben in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Konferenz als Meilenstein auf dem Weg zu den gesetzten Zielen hervor.

swissnuclear-Geschäftsführer erfreut über erfolgreiche Konferenz

Im Rahmen des zweitägigen Anlasses referierten Führungskräfte von Kernkraftwerken und der WANO zu bedeutenden Entwicklungen und Ereignissen der Kernenergiebranche, zur Stärkung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung, zur Wirksamkeit von Führung im Nuklearbereich und zu weiteren Themen. Die Veranstaltung gab insbesondere auch Gelegenheit, einen Blick auf die 2019 verabschiedeten Zielsetzungen zu werfen, die bis 2030 von sämtlichen Mitgliedsanlagen der WANO erreicht werden sollen. Die anwesenden Verantwortlichen hoben in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Konferenz als Meilenstein auf dem Weg zu den gesetzten Zielen hervor.

Für weitere Auskünfte: Kommunikation swissnuclear, medien@swissnuclear.ch.

Medienmitteilung / Communiqué de presse / Comunicato stampa / Press release 29.09.2025

Mit Beginn des Herbstsemesters 2025 haben 28 Studierende das Masterstudium «Nuclear Engineering» aufgenommen. Die Schweizer Kernkraftwerksbetreiber und swissnuclear unterstützen das Programm und bieten attraktive Möglichkeiten für Praktika und Berufseinstieg.

Olten, 24.09.2025 – Zum Start des diesjährigen Herbstsemesters im September haben 28 Studierende an der EPFL in Lausanne den Masterstudiengang «Nuclear Engineering» begonnen. Trotz eines vorübergehenden Rückgangs der Studierendenzahlen im Jahr 2023 bestätigt sich damit das weiterhin anhaltende und steigende Interesse am Studienprogramm (vgl. Abb. Entwicklung der Studierendenzahlen des Masterstudiengangs «Nuclear Engineering»). Die Schweizer Kernkraftwerksbetreiber und swissnuclear begrüssen diese Entwicklung und sind über die Zunahme der Studierendenzahlen erfreut. Sie unterstützen das Ausbildungsprogramm seit Jahren und bieten Studierenden sowohl Praktika als auch berufliche Einstiegsmöglichkeiten an.

Gemeinsames Ausbildungsprogramm von EPFL und ETHZ seit 2008

Der Master of Science in Nuclear Engineering wird seit dem Wintersemester 2008/09 gemeinsam von der ETHZ und der EPFL angeboten. Inhaltliche Schwerpunkte bilden Themen wie Reaktorphysik, Kernkraftwerkstechnologien und die Sicherheit von Kernkraftwerken. Das erste Semester verbringen die Masterstudierenden an der EPFL, während das zweite an der ETHZ stattfindet. Im weiteren Verlauf des Masterstudiums sind die Studierenden am Paul Scherrer Institut (PSI), absolvieren ein Praktikum und verfassen ihre Masterarbeit.

Engagement und Nachwuchsförderung der Schweizer Kernenergiebranche

Die Schweizer Kernenergiebranche engagiert sich mit verschiedenen Initiativen aktiv, um qualifizierte Nachwuchskräfte für einen Einstieg in die hiesige Welt der Kernenergie zu begeistern. Ein Beispiel hierfür ist das Nachwuchsförderungsprogramm von Axpo, welches am 22. September in Baden bereits sein dreijähriges Jubiläum feiern konnte. Im Rahmen des Studienbeginns in Lausanne durften sich swissnuclear und die Betreiber der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber den angehenden Nuklearingenieurinnen und Nuklearingenieuren vorstellen. Dabei wurden ihnen auch Kollaborationsmöglichkeiten mit der Kernenergiebranche präsentiert.

Für weitere Auskünfte: Kommunikation swissnuclear, medien@swissnuclear.ch.

swissnuclear ist der Branchenverband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber (Axpo Power AG, BKW Energie AG, Kernkraftwerk Leibstadt AG und Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG) und vertritt deren gemeinsame Interessen. Die Mitgliedunternehmen befinden sich grossmehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand und erzeugen rund ein Drittel der heimischen Stromproduktion. swissnuclear unterstützt die Schweizer Kernanlagen beim sicheren und nachhaltigen Betrieb sowie in den weiteren Phasen des Lebenszyklus und setzt sich für die Optimierung von internen und externen Rahmenbedingungen ein. Des Weiteren fördert der Verband den sachlichen Dialog zur Kernenergie in Branche sowie Gesellschaft und koordiniert kraftwerksübergreifende Aktivitäten.

Medienmitteilung / Communiqué de presse / Comunicato stampa / Press release 24.09.2025

Die Mitglieder von swissnuclear wählten an der vergangenen Vereinsversammlung Stefan Klute zum Präsidenten. Gleichzeitig wurde Michael Kessler als neues Vorstandsmitglied willkommen geheissen. Zudem wurde der 40-jährigen Geschichte des Verbandes gedacht.

Olten, 17.06.2025 – Am 16. Juni hat die ausserordentliche Vereinsversammlung von swissnuclear (sn) Stefan Klute zum Präsidenten gewählt. Der Diplomingenieur stiess 2014 als Gesamtprojektleiter der Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) zur BKW Energie AG. Seit Anfang 2024 vertritt er als Head Business Unit Nuclear das in Bern beheimatete Unternehmen im sn-Vorstand. Mit ihm gewinnt der Verband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber eine erfahrene Führungspersönlichkeit als Präsidenten, die sich mit dem voranschreitenden Rückbau des KKM einen Namen gemacht hat. Die Erfahrungen bei der Umsetzung dieses Projekts und sein Engagement in den Bereichen Zwischenlagerung und Entsorgung sowie zugunsten weiterer strategischer Projekte sind überaus wertvoll für den Verband.

Kessler folgt auf Schmidiger

Anlässlich der Vereinsversammlung wurde Michael Kessler als Nachfolger von Roland Schmidiger in den sn-Vorstand gewählt. Als Leiter der Division Kernenergie von Axpo und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) vertritt er im Gremium Axpo sowie das KKL. Roland Schmidiger gab Anfang Mai aus gesundheitlichen Gründen die operative Leitung der
Division Nuklear ab. Sein Engagement als Präsident und Vorstandsmitglied wurde im Rahmen der Vereinsversammlung gewürdigt und verdankt. Als Senior Nuclear Consultant von Axpo wird er den Verband in Zusammenhang mit strategischen Projekten weiterhin unterstützen.

40 Jahre Verbandsgeschichte

1985 wurde mit dem Unterausschuss Kernenergie die Vorgängerorganisation des heutigen Verbandes gegründet. Letzterer bildete bis 2017 eine Fachgruppe von swisselectric, dem ehemaligen Verein der Schweizer Stromverbundunternehmen, und ist seit 2003 in Olten beheimatet. Anlässlich der Vereinsversammlung würdigte der Vorstand die Geschichte des Verbandes und die seit 1985 zugunsten der Schweizer Kernenergie geleistete Arbeit.

Für weitere Auskünfte: Kommunikation swissnuclear, medien@swissnuclear.ch.

swissnuclear ist der Branchenverband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber (Axpo Power AG, BKW Energie AG, Kernkraftwerk Leibstadt AG und Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG) und vertritt deren gemeinsame Interessen. Die Mitgliedunternehmen befinden sich grossmehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand und erzeugen rund ein Drittel der heimischen Stromproduktion. swissnuclear unterstützt die Schweizer Kernanlagen beim sicheren und nachhaltigen Betrieb sowie in den weiteren Phasen des Lebenszyklus und setzt sich für die Optimierung von internen und externen Rahmenbedingungen ein. Des Weiteren fördert der Verband den sachlichen Dialog zur Kernenergie in Branche sowie Gesellschaft und koordiniert kraftwerksübergreifende Aktivitäten.

Medienmitteilung / Communiqué de presse / Comunicato stampa / Press release 17.06.2025

swissnuclear begrüsst die vom Bundesrat vorgeschlagene Aufhebung des Neubauverbots für Kernkraftwerke als ein erster Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig ist aber auch die Bedeutung der bestehenden Kernkraftwerke für die Versorgungssicherheit anzuerkennen. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Langzeitbetrieb der Werke ist deshalb als zentraler Bestandteil in die Vorlage aufzunehmen.

Olten, 3. April 2025 – swissnuclear begrüsst den vom Bundesrat formulierten indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle». Mit Blick auf die Umsetzung der Energie-, Umwelt- und Klimapolitik und den damit zu erwartenden Strom-Mehrbedarf befürwortet der Verband die vorgeschlagene Aufhebung des Neubauverbots von Kernkraftwerken. Die mit dem Gegenvorschlag propagierte Technologieoffenheit ist eine sinnvolle Option, um den zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Energieversorgung der Schweiz wirksam begegnen zu können.

Bedeutung des Langzeitbetriebs für die Versorgungssicherheit der Schweiz

Die bestehenden Schweizer Kernkraftwerke produzieren heute rund einen Drittel des einheimischen Stroms. Insbesondere in den Wintermonaten, ist die Kernenergie das Fundament der Schweizer Stromversorgung. Der Langzeitbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit. Davon profitiert nicht nur der Wirtschaftsstandort Schweiz, sondern auch die von Politik und Gesellschaft vorgegebene Umwelt- und Klimapolitik. Die Aufhebung des Neubauverbots ist langfristig ein wichtiger Schritt, kurz- bis mittelfristig gesehen, sind verbesserte Rahmenbedingungen für den Langzeitbetrieb der Schweizer Kernkraftwerke aber ebenso von zentraler Bedeutung.

Ohne Langzeitbetrieb wird ein Neubau sehr schwierig

Der Langzeitbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke ist auch hinsichtlich des damit verbundenen Kompetenzerhalts für einen allfällig zukünftigen Neubau elementar. Für die Mitarbeitenden der Werke stellt die Wiederaufnahme der Kernkraft in die bundesrätliche Energiestrategie nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung ihrer zugunsten der Versorgungssicherheit geleisteten Arbeit dar. Sondern es ist insbesondere auch ein wichtiges Signal für die Rekrutierung von neuem Fach- und Führungspersonal. Ohne genügend qualifizierte Fachkräfte und der Erfahrung aus dem Langzeitbetrieb der bestehenden Anlagen und deren Versorgungsketten, wäre ein Neubau auch aus personeller und logistischer Sicht ein äusserst herausforderndes Unterfangen.

Für weitere Auskünfte: Kommunikation swissnuclear, medien@swissnuclear.ch.

swissnuclear ist der Branchenverband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber (Axpo Power AG, BKW Energie AG, Kernkraftwerk Leibstadt AG und Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG) und vertritt deren gemeinsame Interessen. Die Mitgliedunternehmen befinden sich grossmehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand und erzeugen rund ein Drittel der heimischen Stromproduktion. swissnuclear unterstützt die Schweizer Kernanlagen beim sicheren und nachhaltigen Betrieb sowie in den weiteren Phasen des Lebenszyklus und setzt sich für die Optimierung von internen und externen Rahmenbedingungen ein. Des Weiteren fördert der Verband den sachlichen Dialog zur Kernenergie in Branche sowie Gesellschaft und koordiniert kraftwerksübergreifende Aktivitäten.

Medienmitteilung 03.04.2025 

Der Weltverband der Kernkraftwerksbetreiber (WANO) hat die Leistungen der Schweizer Kernkraftwerke gewürdigt. Sämtliche Anlagen erfüllen bereits heute die von der WANO bis 2030 gesetzten Ziele hinsichtlich Sicherheit und Verfügbarkeit.

Olten, 12. November 2024 – Die Anerkennung der Leistungen der Kernkraftwerke Beznau, Gösgen und Leibstadt erfolgte im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden WANO-Hauptversammlung. Diese tagte vom 28. September bis am 1. Oktober in Abu Dhabi (VAE). Hervorgehoben wurde das hohe Sicherheitsniveau und die im weltweiten Vergleich sehr gute Verfügbarkeit der sich in Betrieb befindlichen Schweizer Anlagen. Sie erfüllen bereits heute sämtliche Anforderungen, welche gemäss Zielsetzungen der WANO bis 2030 von allen Kernkraftwerken auf der Welt erreicht werden sollen.

Internationale Zusammenarbeit zugunsten der nuklearen Sicherheit

Ziel des Weltverbandes ist es, durch gegenseitigen Austausch und die Übernahme bewährter Verfahren die Sicherheit und die Verfügbarkeit von Anlagen weltweit nachhaltig weiter zu steigern. Die Schweizer Kernkraftwerksbetreiber tragen diesen Ansatz mit, tauschen sich fortlaufend aus, teilen ihre Erkenntnisse und lernen von den Erfahrungen anderer WANO-Mitglieder. swissnuclear und seine Mitglieder stehen dazu mit Verantwortlichen des Weltverbandes auf verschiedenen Ebenen in Verbindung. Zudem entsenden die Schweizer Kernkraftwerke Mitarbeitende zur Unterstützung des Weltverbandes nach Paris, wo sich der für Europa zuständige Sitz der Organisation befindet.

Schweizer Kernkraftwerke investieren in Sicherheit und Langzeitbetrieb

Der Schutz von Mensch und Umwelt steht für die Schweizer Kernkraftwerksbetreiber an oberster Stelle. Sie investieren kontinuierlich in die Sicherheit der Anlagen und halten sie auf dem aktuellen Stand der Technik. Dies ist für den sicheren Langzeitbetrieb der Werke und damit für die Energieversorgungssicherheit der Schweiz von zentraler Bedeutung. In den kommenden zehn Jahren wird das Kernkraftwerk Leibstadt, die jüngste und leistungsstärkste Anlage der Schweiz, 1 Milliarde CHF
investieren, während das Kernkraftwerk Gösgen bis 2029 rund 500 Millionen CHF aufwenden wird.

Für weitere Auskünfte: Kommunikation swissnuclear, medien@swissnuclear.ch.

swissnuclear ist der Branchenverband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber (Axpo Power AG, BKW Energie AG, Kernkraftwerk Leibstadt AG und Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG) und vertritt deren gemeinsame Interessen. Die Mitgliedunternehmen befinden sich grossmehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand und erzeugen rund ein Drittel der heimischen Stromproduktion. swissnuclear unterstützt die Schweizer Kernanlagen beim sicheren und nachhaltigen Betrieb sowie in den weiteren Phasen des Lebenszyklus und setzt sich für die Optimierung von internen und externen Rahmenbedingungen ein. Des Weiteren fördert der Verband den sachlichen Dialog zur Kernenergie in Branche sowie Gesellschaft und koordiniert kraftwerksübergreifende Aktivitäten.

Medienmitteilung / Communiqué de presse / Press release 12.11.2024

Die Schweizer Kernkraftwerke produzierten 2023 rund 23,467 TWh Strom und erwiesen sich erneut als zuverlässiger Pfeiler der Energieversorgung. Dank umfangreicher Investitionen und Modernisierungen werden die Werke auch in Zukunft entscheidend zur Versorgungssicherheit des Landes beitragen.

Olten, 23.02.2024 – Die Schweizer Kernkraftwerke zeichneten sich im vergangenen Jahr erneut durch eine hohe Verfügbarkeit und eine sichere, zuverlässige Stromproduktion aus. Die Reaktoren der Kernkraftwerke Beznau (KKB), Gösgen (KKG) und Leibstadt (KKL) waren abgesehen von den geplanten Jahresrevisionen im Sommer ständig in Betrieb.

Nachdem das KKL 2022 einen neuen Produktionsrekord aufgestellt hatte, erreichte es 2023 die dritthöchste Produktionsmarke seit Beginn des Dauerbetriebs im Jahre 1984. Die am Rhein gelegene Anlage produzierte im vergangenen Jahr so viel Strom, wie von rund 2 Millionen Haushalten im Jahr verbraucht wird.

Zuverlässiger Langzeitbetrieb dank Modernisierungen

Das KKL feiert 2024 seinen 40. Geburtstag. Damit geht auch das jüngste Schweizer Kernkraftwerk in den Langzeitbetrieb über. Dieser ist von zentraler Bedeutung für die Versorgungssicherheit und für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Modernisierungen sind unerlässlich, damit die Schweizer Kernkraftwerke auch in Zukunft sicher, zuverlässig und emissionsarm Strom produzieren. Die Betreiber nehmen diese Aufgabe ernst:

  • Seit Inbetriebnahme der beiden Reaktoren in Beznau wurden mehr als 2.5 Milliarden CHF aufgebracht, um das Werk zu modernisieren.
  • Das KKG wird bis 2029 rund 700 Mio. CHF für Erneuerungen investieren.
  • Die Betreiber des KKL werden für weitere Erneuerungsprojekte in den kommenden 10 Jahren rund 1 Milliarde CHF aufwenden.

Für weitere Auskünfte: Kommunikation swissnuclear, medien@swissnuclear.ch.

Swissnuclear ist der Branchenverband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber (Axpo Power AG, BKW Energie AG, Kernkraftwerk Leibstadt AG und Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG) und vertritt deren gemeinsame Interessen. Die Mitgliedunternehmen befinden sich grossmehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand und erzeugen rund ein Drittel der heimischen Stromproduktion. Swissnuclear unterstützt die Schweizer Kernanlagen beim sicheren und nachhaltigen Betrieb sowie in den weiteren Phasen des Lebenszyklus und setzt sich für die Optimierung von internen und externen Rahmenbedingungen ein. Des Weiteren fördert der Verband den sachlichen Dialog zur Kernenergie in Branche sowie Gesellschaft und koordiniert kraftwerksübergreifende Aktivitäten.

Für weitere Auskünfte:

Kommunikation swissnuclear,  medien@swissnuclear.ch.

Medienmitteilung 23.02.2024

Communiqué de presse 23.02.2024

Comunicato stampa 23.02.2024

Press release 23.02.2024

Die Mitglieder von swissnuclear wählten an der vergangenen Vereinsversammlung zwei neue Vorstandsmitglieder und Roland Schmidiger zum Verbandspräsidenten. Letzterer trat Anfang 2024 die Nachfolge von Philipp Hänggi an. Mit Roger Lundmark hat swissnuclear Ende 2023 zudem einen neuen Geschäftsführer erhalten.

Olten, 22.01.2024. Anlässlich der Vereinsversammlung am 12. Dezember 2023 wurde Roland Schmidiger zum Präsidenten von swissnuclear (sn) gewählt. Er gehört seit Anfang 2023 dem Vorstand an und vertritt im Gremium die Axpo Power AG sowie die Kernkraftwerk Leibstadt AG. Mit ihm gewinnt der Verband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber eine erfahrene Führungspersönlichkeit als Präsidenten. Roland Schmidiger startete 2005 als Leiter Asset Management Nuclear seine Laufbahn bei Axpo und wechselte 2013 ins Kernkraftwerk Beznau – zunächst als Projektleiter für Grossprojekte, anschliessend als Abteilungsleiter sowie stellvertretender Kraftwerksleiter und ab 2020 als Kraftwerksleiter. Vergangenes Jahr ernannte ihn Axpo schliesslich zum Divisionsleiter Nuclear.

Der Ende 2023 abgetretene Präsident Philipp Hänggi stand dem Verband seit 2019 vor. Der promovierte Physiker gehörte ab 2014 als Vertreter der BKW Energie AG dem sn-Vorstand an. Als erster Geschäftsführer war er zwischen 2003 und 2014 massgeblich am Aufbau des ab 2017 eigenständig agierenden Verbandes beteiligt. Sein Engagement wurde im Rahmen der im Dezember durchgeführten Vereinsversammlung gewürdigt und verdankt.

Neue Vorstandsmitglieder und Roger Lundmark als Geschäftsführer

Gleichzeitig mit der Abgabe des Präsidiums verliess Philipp Hänggi Ende 2023 den sn-Vorstand. Als neuen Vertreter der BKW wählte die Vereinsversammlung Stefan Klute, der als Leiter Nuklear den Rückbau des Kernkraftwerks Mühleberg und das nukleare Portfolio des Unternehmens verantwortet. Im Weiteren bestimmte die Vereinsversammlung Alexander Puhrer als zukünftiges Vorstandsmitglied. Er wird per 1. März 2024 die Funktion des Geschäftsleiters der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG übernehmen und Michaël Plaschy ablösen. Letzterer gehörte dem dreiköpfigen Gremium seit 2009 an und präsidierte den Verband von 2014 bis 2019. Als Vorstandsmitglied setzte er sich insbesondere für die von sn betriebene Forschungsförderung ein.

Ende 2023 erhielt die sn-Geschäftsstelle mit Roger Lundmark zudem einen neuen Leiter. Der Physiker und langjährige Vorsteher der Abteilung Kraftwerksunterstützung löst Wolfgang Denk ab, der auf eigenen Wunsch künftig als Leiter Strategische Projekte fungiert. Damit wird er zentrale Projekte der Branche rund um das geologische Tiefenlager verantworten.

Für weitere Auskünfte:

Kommunikation swissnuclear,  medien@swissnuclear.ch.

MM_Stabsuebergabe-bei-swissnuclear (92 KB)

Im Hinblick auf künftige Verhandlungen über mögliche Abgeltungen und Kompensationen im Zusammenhang mit dem geologischen Tiefenlager für radioaktive Abfälle stehen erste Gespräche zwischen den entsorgungspflichtigen Unternehmen sowie den Standortgemeinden und -kantonen an. Die Unternehmen werden die Gespräche partnerschaftlich und ergebnisoffen angehen.

Abgeltungen und Kompensationen sind freiwillige Leistungen der Entsorgungspflichtigen – Kernkraftwerksbetreiber und Bund – an die Standorte des geologischen Tiefenlagers und der zugehörigen Brennelementverpackungsanlage. Mit Abgeltungen und Kompensationen soll der Beitrag der Standortregion zur Lösung einer nationalen Aufgabe gewürdigt werden, der Entsorgung aller radioaktiven Abfälle der Schweiz, sowohl aus dem Betrieb der Kernkraftwerke als auch aus Medizin, Industrie und Forschung.

Eine nachhaltige Partnerschaft etablieren

Im Jahr 2023 werden erste Gespräche zwischen den entsorgungspflichtigen Unternehmen sowie den Standortgemeinden und -Kantonen stattfinden. Ziel dieser Gesprächsphase ist, die Partner kennenzulernen, ihre Bedürfnisse zu verstehen und die Verhandlungsphase vorzubereiten. Es geht unter anderem auch darum, wie eine nachhaltig generationengerechte Lösung und eine kooperative Nachbarschaft gestaltet werden können.

Auf die Gesprächsphase folgt zu gegebener Zeit eine Verhandlungsphase mit dem Ziel einer allseitig akzeptierten vertraglichen Regelung. Diese Regelung kann ihre Wirkung erst entfalten, wenn die Rahmenbewilligungen rechtskräftig vorliegen. Gemäss aktuellem Kenntnisstand wird der Bundesrat diese Bewilligungen ab 2029 erteilen können.

Die Gespräche zu Abgeltungen und Kompensationen laufen unabhängig vom Rahmenbewilligungsverfahren. Dieses Verfahren beruht allein auf den Gesuchsunterlagen, welche die Nagra auf Basis technisch-wissenschaftlicher Kriterien und regionaler Projektierungsgespräche erstellt. Hinzu kommen Gutachten und Stellungnahmen.

Christian Schoenenberger wird Gesprächsführer

Swissnuclear begleitet die Gespräche im Auftrag der entsorgungspflichtigen Betreiber nuklearer Anlagen. Für die Gespräche und die Vorbereitung der Verhandlungsphase möchte swissnuclear von Anbeginn ein kooperatives Miteinander aller Interessensträger etablieren. Deshalb hat swissnuclear zur Unterstützung der Gespräche Dr. Christian Schoenenberger als Gesprächsführer hinzugezogen.

Christian Schoenenberger ist promovierter Naturwissenschaftler der ETH Zürich und stand von 1990 bis 2022 im diplomatischen Dienst der Schweiz. Als Vertreter des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten war Christian Schoenenberger an diversen Gesprächsprozessen und Verhandlungen beteiligt.

Swissnuclear ist überzeugt, dass Christian Schoenenberger zum guten Verständnis der Positionen der involvierten Parteien im Vorfeld der Verhandlungen beitragen kann. Als Gesprächsführer der entsorgungspflichtigen Betreiber wird er seine langjährige diplomatische Erfahrung für alle Parteien konstruktiv einbringen.

Für weitere Auskünfte: Kommunikation swissnuclear, Tel. 062 205 20 10, medien@swissnuclear.ch.

Medienmitteilung swissnuclear_Gespräche zu Abgeltungen und Kompensationen (95 KB)

Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hat nach umfangreichen wissenschaftlichen Abklärungen die Standorte für das geologische Tiefenlager und die Platzierung der Oberflächeninfrastruktur bezeichnet. Mit dem Vorschlag der Standortregion Nördlich Lägern und des Zwischenlagers Würenlingen (Zwilag) können weitere Schritte Richtung Rahmenbewilligung und zur sicheren Entsorgung der radioaktiven Abfälle vollzogen werden.

Die Nagra hat im Rahmen des Sachplanverfahrens geologische Tiefenlager des Bundesamts für Energie und auf der Grundlage umfassender Untersuchungen Standortvorschläge für das geologische Tiefenlager und für die Umverpackungsanlage ausgedienter Brennelemente abgeleitet. Wie die Nagra heute mitteilte, ist Nördlich Lägern der am besten geeignete Standort für das geologische Tiefenlager und die Zwilag der optimale Standort für die Umverpackungsanlage.

Swissnuclear begrüsst die Bekanntgabe der Standortvorschläge durch die Nagra. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein für eine sichere Entsorgung sowohl der radioaktiven Abfälle aus den Schweizer Kernkraftwerken als auch der aus der Medizin, Industrie und Forschung stammenden Abfälle des Bundes erreicht.

Nächste Schritte

Die Standortvorschläge sind die Basis für die Erarbeitung der Gesuchsunterlagen für die Rahmenbewilligung des geologischen Tiefenlagers mit seinen wesentlichen ober- und unterirdischen Bauten und für die Verpackungsanlagen. Der Prozess der Rahmenbewilligung ist im Kernenergiegesetz vorgeschrieben. Er wird nach Prüfung durch die zuständigen Behörden und Genehmigung durch Bundesrat und Parlament mit einem fakultativen Referendum abgeschlossen.

Für weitere Auskünfte: Kommunikation swissnuclear, Tel. 062 205 20 10, medien@swissnuclear.ch.

 

Medienmitteilung zum Standortvorschlag der Nagra (45 KB)

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