Am 22. Januar 2026 fand der zweite Teil des Wahlpflichtmoduls «Change Management» im Rahmen des CAS «Arbeitsumfeld Kernenergie» statt. Martine-Laure Wissmann (HRMove GmbH) zeigte praxisnah auf, welche Herausforderungen, Rollen und Erfolgsfaktoren Change-Prozesse prägen.
🔧Veränderung ist unvermeidbar. Sie entsteht u.a. durch Wachstum, Innovationen, Führungs- oder Generationenwechsel.
Ein besonders eindrückliches Praxisbeispiel ist die Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg: Der technische Rückbau ist planbar – der organisationale und menschliche Change hingegen deutlich weniger.
❓Die zentrale Herausforderung dabei: Wie kann kritisches Knowhow bis zum Schluss gesichert werden, wenn erfahrene Mitarbeitende das Unternehmen früher verlassen?
💡Zentrale Erkenntnisse:
– Das Ende eines Change-Prozesses ist oft unsicher. Führung muss dabei Orientierung geben und gleichzeitig flexibel bleiben.
– Kommunikation ist der wichtigste Erfolgsfaktor im Change Management.
– Veränderung ist für Mitarbeitende immer eine Gewinn- oder Verlustfrage.
– Unterschiedliche Zielgruppen brauchen unterschiedliche, relevante Informationen. Ein klares Kommunikationskonzept ist dabei entscheidend.
– Bei personellen Veränderungen zeigt sich: Gute Führung wird von Betroffenen langfristig stärker gewichtet als finanzielle Anreize.
– Auch nicht direkt betroffene Mitarbeitende beobachten sehr genau, wie fair und transparent mit Betroffenen umgegangen wird.
🪴Nachhaltiger Change gelingt nur, wenn die Veränderungen langfristig verankert werden. Das gelingt durch Wiederholung, Dialog und kontinuierliche Kommunikation.
🏛️Ein erfolgreicher Change braucht eine gesunde Unternehmenskultur, denn: «Culture eats strategy for breakfast.» (Peter Drucker)
🔍Die Stilllegung des KKM macht deutlich: Change Management ist kein Nebenschauplatz, sondern entscheidend für die Sicherung von Knowhow, Vertrauen und langfristigen Erfolg.
🔎 Weitere Informationen zum CAS:
CAS Arbeitsumfeld Kernenergie | BFH



