CAS «Arbeitsumfeld Kernenergie»: Exportkontrolle und Reporting

Am 16. Januar 2026 fand ein weiteres Modul des CAS «Arbeitsumfeld Kernenergie» statt. Im Fokus standen die Themen Export- und Güterkontrolle sowie Datenanalyse und Reporting in sicherheitsrelevanten Organisationen.

🔎 Export- und Güterkontrolle
Am Vormittag vermittelte Rolf Jäggi (Axpo Power AG, KKW Beznau) praxisnahe Einblicke in die Export- und Güterkontrolle.

💡Ein spannender Einstieg zeigte: Kontrollmechanismen sind kein modernes Konstrukt. Bereits in der Antike und im Mittelalter gab es Versuche, die Verbreitung und den Handel sensibler Güter zu regulieren.

🌍 Das heutige internationale Kontrollsystem stützt sich auf mehrere multilaterale Exportkontrollregime sowie internationale Übereinkommen, mit dem Ziel, einen verantwortungsvollen und koordinierten Umgang mit sogenannten Dual-Use-Gütern zu gewährleisten. Darunter fallen Güter, Technologien oder Software, die sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich verwendet werden können, wie beispielsweise Werkzeugmaschinen oder Drohnen.

🎯 Was bedeutet Exportkontrolle konkret?
Exportkontrolle ist kein pauschales Exportverbot, sondern eine strukturierte Prüfkaskade, die mehrere Schritte umfasst:
– Sanktions- und Embargoprüfungen
– Einordnung von Gütern (z.B. Dual-Use)
– Prüfung von Endverwendung und Endempfänger
– Meldepflichten im Rahmen der «Catch-all»-Regelung

Im Schweizer Kontext reichen die rechtlichen Grundlagen von der Bundesverfassung über das Güterkontrollrecht bis hin zu internationalen Sanktionen. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch ausländische Exportkontrollvorschriften relevant werden – etwa bei Re-Exporten oder beim Technologietransfer.

📊 Datenanalyse & Reporting
Am Nachmittag gab Petros Papadopulos (Nukleartechnikerschule NTS, Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG) einen Einblick in den Bereich Datenanalyse und Reporting. Strukturierte Melde- und Reporting-Prozesse sind dabei zentral: Organisationen wie ENSI und WANO fördern mit klaren Vorgaben, periodischen Berichten und internationalem Erfahrungsaustausch Transparenz sowie kontinuierliche Verbesserung und damit auch die Sicherheit von Anlagen und Werken.

🤖 Ausblick
Digitale Werkzeuge für Datenanalysen, Simulationen oder Digital Twins eröffnen neue Möglichkeiten, um sicherheitsrelevante Fragestellungen frühzeitig zu erkennen und fundiert zu bewerten zu können.

👉 Fazit: Exportkontrolle, Compliance und internationale Zusammenarbeit sind in einem international vernetzten Umfeld von zentraler Bedeutung. 🌍

🔎 Weitere Informationen zum CAS:

CAS Arbeitsumfeld Kernenergie | BFH

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