Am 6. Februar 2026 schlossen die Studierenden das 2. Modul des CAS «Arbeitsumfeld Kernenergie» ab. Zum Auftakt erhielten sie eine Übersicht über die nationalen und internationalen Organisationen und Behörden, die das Regelwerk der Kernenergie in der Schweiz prägen. Dieser Teil wurde unter anderem von Roger Lundmark, dem Geschäftsführer von swissnuclear präsentiert.
🔎 Im Fokus standen der Aufbau des politischen Systems der Schweiz im Bereich Kernenergie sowie die relevanten parlamentarischen Instrumente und Zuständigkeiten.
🏛️ Die gesetzlichen Grundlagen bilden das Kernenergiegesetz (KEG), das Kernenergiehaftpflichtgesetz (KHG) sowie das Strahlenschutzgesetz (StSG). Die entsprechenden Verordnungen regeln die technischen Details.
Auf Bundesebene sind das UVEK (Kernenergierecht und Entsorgung radioaktiver Abfälle) und das EDI (Strahlenschutz) zentral. Parlamentarische Kommissionen – insbesondere die Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) – spielen ebenfalls eine massgebliche Rolle.
👉 Stakeholder-Management ist im politischen Schweizer Umfeld entscheidend: Je breiter und einflussreicher die Unterstützung, desto grösser die Erfolgschancen für die Umsetzung eines Anliegens.🤝
Auch international ist Stakeholder-Management essentiell – vor allem im Sinne eines Erfahrungs- und Wissensaustauschs. 🪴Durch den Community of Practice-Ansatz lassen sich Sicherheit und Zuverlässigkeit von Kernkraftwerken langfristig deutlich verbessern. Wer voneinander lernt, vermeidet unnötige Fehler und erhöht das Sicherheitsniveau für alle. 🔄️
Zentrale Plattform für Vernetzung und Wissensaustausch ist die World Association of Nuclear Operators (WANO), der sämtliche Betreiber von Kernkraftwerken weltweit angehören. Der Austausch von Lessons Learned, Peer Reviews und Best Practices gehört zu ihrem Kernauftrag.
Die Arbeit der WANO basiert auf den drei zentralen Werten Teamarbeit🤝, Integrität🛡️und Innovation💡. Ziel der WANO ist es, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Kernkraftwerken weltweit zu maximieren – durch Zusammenarbeit, gegenseitige Bewertung, Benchmarking und kontinuierliche Verbesserung.
⚖️ Die Empfehlungen der WANO sind rechtlich jedoch nicht bindend. Die Umsetzung sicherheitsrelevanter Massnahmen obliegt den nationalen Aufsichtsbehörden. In der Schweiz übernimmt diese Aufgabe das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI.
Ein offener Austausch ist zentral. Nur durch Transparenz, gegenseitige Unterstützung und das Teilen von Erfahrungen lässt sich ein sicherer Betrieb gewährleisten.🔐
Oder, wie es Bill Lee, erster Präsident der WANO, treffend formulierte: «If you solve a problem, others won’t gain from your experience unless you share it.»
🔎 Weitere Informationen zum CAS:
CAS Arbeitsumfeld Kernenergie | BFH








