Am Freitag, 14. August 2026, startete der Kurs «Praxisupdate Projektmanagement» im Rahmen des CAS «Arbeitsumfeld Kernenergie». Brigitte Hulliger und Marcel Zahnd von der Berner Fachhochschule BFH führten durch einen intensiven ersten Kurstag – mit vielen Impulsen, die zum Nachdenken anregen.
💡Eine Erkenntnis ist besonders geblieben: Erst verstehen, dann handeln.
Projektmanagement hat sich verändert. 🤖 KI ist längst Realität und damit auch im Projektmanagement angekommen. Gleichzeitig sind klassisches, agiles und hybrides Projektmanagement nicht mehr drei getrennte Ansätze, sondern vielmehr Werkzeuge im selben Werkzeugkoffer. 🧰
Was sich nicht geändert hat: Der Faktor Mensch bleibt entscheidend für Erfolg oder Misserfolg eines Projekts. 🤝
⚙️ Ein Schwerpunkt lag auf Systemik und Komplexität. Denn viele Projekte scheitern nicht an mangelndem Können, sondern bereits an einer falschen Diagnose der Ausgangslage.
👉 Kompliziert ist nicht dasselbe wie komplex.
🔹 Eine komplizierte Situation kann schwierig sein und Expertenwissen erfordern – ihre Wirkungszusammenhänge sind aber grundsätzlich analysierbar.
🔹 Eine komplexe Situation entwickelt sich dagegen nicht vollständig vorhersehbar. Faktoren beeinflussen sich gegenseitig und Rückkopplungen entstehen.
Wer eine komplexe Situation wie eine komplizierte behandelt, setzt zwar präzise Werkzeuge ein – nur leider die falschen.
👉 Deshalb sollte die Diagnose jeder Methodenwahl vorausgehen.
Mit VUCA und BANI, dem Cynefin-Framework und dem systemischen Lösungszyklus (SLZ) wurden verschiedene Diagnose-Werkzeuge präsentiert.
Der SLZ umfasst fünf Phasen:
1️⃣ Variablen sammeln
2️⃣ Vernetzen und verstehen
3️⃣ Hebel finden
4️⃣ Massnahmen ableiten
5️⃣ Reflektieren
Gerade komplexe Vorhaben erfordern dabei mehrere Zyklen: handeln, beobachten, lernen und neu justieren.
🧠 Zum Abschluss beschäftigten wir uns mit den sechs Denkfallen nach Dietrich Dörner – vom Methodismus über die isolierte Betrachtung einzelner Probleme bis hin zur ballistischen Steuerung und Übersteuerung.
💡 Fazit: Gutes Projektmanagement bedeutet nicht, konsequent einer bestimmten Methode zu folgen, sondern die Situation zuerst richtig zu verstehen und anschliessend die passenden Werkzeuge auszuwählen. 🛠️
🔎 Weitere Informationen zum CAS:
CAS Arbeitsumfeld Kernenergie | BFH





